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Kapitel 2: Der Blaue Planet – Wasser in der Natur

Der Wasserkreislauf



Im natürlichen Wasserkreislauf versickert das Wasser der Niederschläge und sinkt tief in die Erde ein. Dort wird es erwärmt und steigt wieder nach oben. Dabei nimmt es Mineralien und Nährsalze auf und transportiert diese an die Oberfläche. Den Rest lernen wir bereits in der Grundschule: Das Quellwasser und Teile der Niederschläge sammeln sich in Bächen, Kanälen und Flüssen und fließen zu den Meeren. Durch die Verdunstung gelangt es in die Atmosphäre und mit den Niederschlägen schließt sich der Kreislauf.

Da wir immer mehr Flächen durch Straßen, Tiefgaragen und Häuser versiegeln kann immer weniger Wasser versickern. Aber auch die Verdunstung über die Pflanzen bleibt aus, wodurch der natürliche Kühleffekt in der oberen Erdschicht fehlt und der Kommunikationsdruck geringer ist, sodass kein Wasser mehr aus der Tiefe aufsteigen kann. Das gleiche passiert bei Kahlschlägen: Es wird weniger verdunstet und die Sonne heizt den Boden auf.

Die Folgen sind Nährstoffmängel im Boden und sinkende Grundwasserspiegel – letzteres noch verstärkt durch Tiefbrunnen und Untertagebau (Grundwasser wird abgepumpt, um die Stollen trocken zu halten).

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Quelle: Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V. (VDG)

Laut Schauberger kann sich der Kreislauf des Wassers von der Erde zur Atmosphäre und zurück zur Erde entweder in einem ganzen oder einem halben Kreislauf abspielen, wobei der ganze Kreislauf sich normalerweise dort abspielt, wo Vegetation und Wasserverhältnisse in natürlicher Weise vorhanden sind.

Beim ganzen Kreislauf ist der Weg des Wassers folgender: Wenn es als Niederschlag zur Erde gefallen ist, beginnt es als Folge fortschreitender Abkühlung so weit in den Boden einzudringen, bis es einen Gleichgewichtszustand erreicht, bei dem der Druck von den oben einwirkenden Wassermassen von den bereits tiefer gesunkenen ausgeglichen wird. Es wird dort durch die Erdwärme aufgewärmt, verringert sein spezifisches Gewicht und strebt wieder nach oben. Durch die Aufwärmung wird das Wasser befähigt, Metalle und Nährsalze aufzunehmen und zu binden. Dadurch ist es zum Teil in Dampfform übergegangen und im Inneren der Erde auf Kohle gestoßen, was eine Reaktion gemäß der Formel C + H2O = CO + H2 ergibt; der Sauerstoff im Wasser wird vom Wasserstoff getrennt, wobei das feuchte Wasserstoffgas mit ungeheurem Druck in Richtung Erdoberfläche gepresst wird. Dabei wird Kohlensäure aus den durchspülten Erdschichten freigesetzt, die dort befindlichen Salze gelöst, mittransportiert und beim Durchgang durch die oberen Bodenschichten abgelagert. Diese oberen Bodenschichten werden durch den Kühlschrankeffekt der Pflanzenschicht kühl gehalten. Diese Prozesse im Inneren der Erde bilden also die Grundlage für die ständige Zufuhr von Nährstoffen zur Pflanzenwelt, da diese ja gerade im Wurzelbereich abgelagert werden. Das ist der normale Vorgang, der unter anderem bewirkt, dass die Vegetation nie Mangel zu leiden braucht.

Für Gebiete in Polnähe mit Winter und Bodenfrost über eine längere Periode im Jahr wird der Nahrungstransport auf den Frühling konzentriert. Schnee und Bodenfrost isolieren effektiv gegen die Atmosphäre ab, und unter der Isolierschicht wird die Erdwärme bis in den Frühling hinein gehalten, wenn die Sonne mithilft, die gefrorene Erdschicht aufzulockern. Das Schmelzwasser dringt nun in die Erde ein und in größeren Tiefen wird der oben genannte Prozess in Gang gesetzt, wobei die Nährstoffe mit großer Kraft an die Wurzelzone herangeführt werden. Je kräftiger der Bodenfrost, desto besser der Nährstofftransport im Frühling. Schlechte Winter ergeben dagegen schlechte Ernten während der darauffolgenden Sommer.

Der halbe Kreislauf

Beim halben Kreislauf dagegen geschieht kein derartiger Nährstofftransport. Wenn der Boden nämlich karg ist aus Mangel an voller oder teilweiser Vegetation (etwa nach einen Kahlschlag), wird die Erdoberfläche von der Sonne aufgewärmt. Sie ist daher oft wärmer als der Niederschlag, der deshalb nicht in den Boden eindringen kann. Das Wasser dringt also nur bis zu einer geringen Tiefe vor, weil es ja schnell aufgewärmt wird. Alles läuft auf oder nahe der Bodenoberfläche schnell ab, ohne dass das Wasser Nährstoffe aus der Tiefe holen könnte. Es verdunstet rasch.

Der Wasserkreislauf steht auch im Zusammenhang mit der Grundwasserbildung und seinem Spiegel. Da nur der halbe Kreislauf ausgebildet ist, gibt es auch kein Grundwasser – oder richtiger: Es befindet sich in großen Tiefen. Der Grundwasserspiegel beruht nämlich auf der Kühlwirkung des Pflanzenkleides der Erde. Wenn in einer normalen Landschaft eine Trockenperiode auftritt, führt diese dazu, dass die Abdunstung der Bäume steigt, dass also Wärme vom Wurzelbereich genommen wird, der sich in Richtung +4° C abzukühlen beginnt. Dadurch werden aber gemäß dem archimedischen Prinzip auf niedrigem Niveau befindliche wärmere Wassermassen hinauf zur Oberfläche gebracht, da wärmere Wasserschichten nie unter kälteren liegen können.

Mit anderen Worten: Der Grundwasserspiegel steigt in Richtung Bodenoberfläche und hebt die drohende Austrocknung des Wurzelbereiches auf. Fehlt dagegen jegliche Vegetation, fehlt auch das Heraufholen von Grundwasser. Das Zustandekommen derartiger Temperaturveränderungen des Wassers innerhalb seines Kreislaufes ist für Schauberger die Erklärung für die nie schwindende Nahrungszufuhr im Vegetationsgürtel einer naturbelassenen Landschaft und andererseits eine Erklärung für die Verarmung, die eine Landschaft befällt, wenn der natürliche Wald und die gesunden Wasserverhältnisse verdorben werden. Auf Kahlschlag folgt nicht nur das Sinken des Grundwassers, sondern auch eine Unterbrechung des sonst unter normalen Verhältnissen ständig vor sich gehenden Nahrungstransportes aus dem Inneren der Erde heraus. Da wird es uns dann erklärbar, dass die moderne Forsttechnik ihre Industriewälder kunstdüngen muss, da es ihr durch naturfremde Methoden geglückt ist, den normalen Nahrungsaufbau in der Landschaft zu zerstören.

Es soll in diesem Zusammenhang beachtet werden, dass Schauberger es nicht für gut befand, heraufgepumptes Grundwasser als Trinkwasser zu verwenden. Das aus großer Tiefe gepumpte Wasser ist "unreif" – es hat noch nicht seinen Entwicklungskreislauf durchgemacht und ist daher auf lange Sicht schädlich für Mensch und Tier sowie für Pflanzen. Nur das Wasser, das von selbst aus Quellen hervorsprudelt, ist als Trinkwasser geeignet. Da es jetzt üblich ist, den Grundwasservorrat der Erde zu entleeren, bringt dies laut Schauberger eine doppelte Gefahr mit sich. Teils werden die Reserven an noch nicht ausgereiftem Wasser verbraucht, teils wirkt dieses Wasser auf alle lebenden biologischen Funktionen in negativer Weise. Anstatt dem, der es trinkt, Energie zu geben, nimmt es diesem Organismus die Energie. Ganz anders verhält es sich mit Wasser, das aus einer natürlichen Quelle hervorsprudelt, insbesondere aus den sogenannten Hochquellen in den Bergen. Schauberger fand heraus, dass beim Trinken von einem Liter hochwertigem Quellwasser nur eine Gewichtssteigerung von ca. 300 bis 400 Gramm im Organismus zu verzeichnen ist, dass der Rest des Wassers direkt in Energie für den Organismus übergeht, was die enorm belebende Wirkung erklärt, die das Wasser hat.

 



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